Nicola Uthmann

The Work und Ich

„Hast Du Lust, nächstes Jahr mit Katie auf Europatour zu gehen?“ Mit dieser Frage begann es in 2006. Ralf Giesen, ein Freund, organisierte Katie´s Europareise und  hatte mein Interesse an The Work bemerkt. Ich muss gestehen, dass mir Byron Katie etwas suspekt war. Ich dachte allen Ernstes, dass diese Frau bestimmt ganz anders ist, sobald sie die Bühne verlässt. Und ich nahm mir vor, auf der Tour herauszufinden,  wie sie denn  ”nun wirklich ist”. Jetzt muss ich darüber lachen und es war einfach wunderbar, mit Katie eine Zeit lang herumzureisen und festzustellen, dass sie tatsächlich so liebend und friedvoll ist wie sie ist. Seit der Tour war ich bei etlichen ihrer Seminare – als Teilnehmerin und auch als Mitarbeiterin.

Dieses „Ja“ zur Europatour damals war – ohne dass ich das wusste – auch ein Ja zu einem enormen Veränderungsprozess. Durch The Work habe ich eine große Portion Lebensfreude und Offenheit gewonnen. Ein Beispiel: Ich war lange davon überzeugt, ewiger Single zu bleiben. Dann schrieb ich all meine Vorurteile über Männer auf und überprüfte sie nach und nach mit den vier Fragen und den Umkehrungen. Das führte nicht nur dazu, dass ich mich letztlich auf Männer einlassen konnte, mittlerweile habe ich sogar einen Mann und zwei Söhne (vor fünf Jahren noch undenkbar!).

Seitdem ich regelmäßig The Work mache, ist es nicht mehr nur eine Methode, sondern eine Art Lebensphilosophie und Grundhaltung geworden: Ob mein kleiner Sohn seinen Brei nicht will, mein großer Sohn rumtrotzt oder ob ich mit einer Erkältung im Bett liege, obwohl wir in den Urlaub fahren wollten: Ich schreibe meine Gedanken dazu auf und mache The Work. Nicht immer sofort, manchmal bin ich erst einmal wütend, verkrieche mich oder zerfließe in Selbstmitleid – aber dann merke ich, dass ich so nicht weiterkomme und wenn ich The Work gemacht habe, fühl ich mich oft wie befreit und frage mich, warum ich solange damit gewartet habe.

Byron Katie Zitate
“life happens while we are making plans”

“I am a lover of what is, not because I’m a spiritual person, but because it hurts when I argue with reality.”